Baustellenampel sorgt für langen Rückstau vor Bad Herrenalb
Bad Herrenalb. Eine Baustellenampel unmittelbar hinter einem Kreisverkehr hat am Dienstag, 25. August, auf der Zufahrt nach Bad Herrenalb für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt. Autofahrer, die über die L 564 aus Richtung Marxzell kamen, mussten zeitweise rund eine halbe Stunde im Stau warten.
Nach Beobachtungen vor Ort war die provisorische Ampelanlage nur wenige Meter hinter dem Kreisverkehr aufgestellt worden. Während sich auf der Ettlinger Straße ein langer Rückstau bildete, waren die übrigen Zufahrten zum Kreisverkehr offenbar kaum betroffen.
Auch ein Verkehrsdienst registrierte am Nachmittag einen Stau auf der Ettlinger Straße. Gegen 16 Uhr wurde dort eine Verkehrsgeschwindigkeit von lediglich etwa einem Kilometer pro Stunde gemeldet.
Der Standort der Baustellenampel wirft Fragen auf. Reicht der Rückstau während einer Rotphase bis an den Kreisverkehr heran, können Fahrzeuge aus Richtung Marxzell nicht mehr in diesen einfahren. Gleichzeitig kann der Verkehr aus den anderen Zufahrten weiterlaufen, sofern die Fahrzeuge andere Ausfahrten benutzen. Die einseitige Belastung der Marxzeller Zufahrt ist damit zumindest verkehrstechnisch erklärbar – hätte bei der Planung der Verkehrsführung aber berücksichtigt werden müssen.
Bei einer Baustellenampel in unmittelbarer Nähe eines Kreisverkehrs wären beispielsweise kürzere oder verkehrsabhängige Grünphasen, eine Rückstauerkennung oder ein größerer Abstand zwischen Ampel und Kreisverkehr denkbar. Dadurch ließe sich verhindern, dass eine einzelne Zufahrt über längere Zeit vollständig blockiert wird.
Unklar ist bislang, ob die Ampelschaltung bereits überprüft wurde und welche Behörde die konkrete Verkehrsführung angeordnet hat. Betroffene Verkehrsteilnehmer regen an, den Standort der Ampel, die Dauer der Rotphasen und eine mögliche Rückstauerkennung kurzfristig zu kontrollieren.
Gerade die L 564 durch das Albtal ist für Bad Herrenalb eine der wichtigsten Straßenverbindungen in Richtung Marxzell, Ettlingen und Karlsruhe. Eine Verkehrsregelung, die bereits im normalen Tagesverkehr Wartezeiten von rund 30 Minuten verursacht, dürfte deshalb nicht nur bei Pendlern auf Unverständnis stoßen.
