Informationen und Maßnahmen zur Ortsdurchfahrt Ottenhausen
Fachleute beantworten Fragen der Anwohnerinnen und Anwohner in Ottenhausen - Austausch mit Landratsamt, Ingenieur und Baufirma
Am Montag fand in der Turn- und Festhalle Ottenhausen eine Informationsveranstaltung zu den geplanten Straßen- und Tiefbauarbeiten in der Heidäcker- und Arnbacher Straße statt. In seiner Begrüßung erklärte Bürgermeister Helge Viehweg, dass die Baumaßnahmen vom Landratsamt umgesetzt werden müssen. Die Gemeinde schließt sich diesen Arbeiten an, um den Aufwand für die Anwohner gering zu halten und die Straßen „wenn, dann richtig zu sanieren.“
Nach der Begrüßung stellten Ingenieur Harald Kreutz vom Ingenieurbüro Fröhlich sowie Matthias Fahrer vom Landratsamt die geplanten Maßnahmen vor. Ebenfalls anwesend waren von der Baufirma Grötz GmbH & Co. KG Oberbauleiter Philipp Schmieder und Bauleiter Gionatan Mimmo.
Start ist am 3. August. Die Belagssanierung soll in drei Bauabschnitten durchgeführt werden. Begonnen wird in der Arnbacher Straße, von der Abzweigung Niebelsbach bis zur Abzweigung Samsruhe. Hier muss die Hauptwasserleitung umgeschlossen werden – zu einem Zeitpunkt mit möglichst geringem Wasserverbrauch, voraussichtlich nachts. Der genaue Termin wird noch bekanntgegeben. Der zweite Bauabschnitt folgt voraussichtlich Mitte September und reicht von der Abzweigung Samsruhe bis in den Kreuzungsbereich der Heidäckerstraße. Die Kreuzung bleibt während der gesamten Maßnahme einseitig befahrbar und wird über eine Ampelschaltung geregelt. In den beiden ersten Bauabschnitten werden jeweils nur die oberen Schichten abgetragen und neu aufgebaut. Im dritten und aufwendigsten Bauabschnitt werden nach dem Abfräsen neue Leitungen verlegt. „Sollten Probleme auftreten, melden Sie sich bitte direkt.“, fordert Harald Kreutz die Bewohnerinnen und Bewohner auf. In diesem Bauabschnitt kann es zu kurzfristigen Sperrungen der Grundstückszufahrten kommen. Wer dringend auf sein Grundstück fahren muss oder beispielsweise eine Heizöllieferung erwartet, kann dies jederzeit frühzeitig direkt vor Ort mit den Mitarbeitenden der Baufirma Grötz besprechen. Die Grundstücke bleiben weiterhin fußläufig erreichbar. Dieser Bauabschnitt soll Anfang November beginnen und bis April 2027 abgeschlossen sein. Da die Müllabfuhr die Straße in dieser Zeit nicht befahren kann, bringt die Baufirma Grötz die Mülltonnen zu einer Sammelstelle. Alle betroffenen Haushalte sollen ihre Mülltonnen kennzeichnen, damit die Mitarbeitenden sie anschließend wieder korrekt zuordnen können, erklärt Harald Kreutz.
Die finalen Absprachen mit den Busunternehmen und dem VPE laufen derzeit noch. Geplant ist, dass die Haltestelle „Samsruhe“ entfällt und der gesamte Verkehr über die Haltestelle „Rote Äcker“ geführt wird. Von Seiten der Bürgerschaft sowie von Bürgermeister Helge Viehweg gab es bereits die Bitte, eine weitere Haltestelle in der Dorfmitte anzubieten – insbesondere für Schülerinnen und Schüler sowie für Seniorinnen und Senioren wäre dies eine wichtige Anlaufstelle. Die Busse sollen über Feldrennach und Schwann umgeleitet werden. Da hier noch Ausbesserungen notwendig sind, werden wir die endgültigen Umleitungsregelungen – sobald sie feststehen – im Amtsblatt, auf der Homepage und in den sozialen Medien bekannt geben.
Zum Abschluss bemerkte Bürgermeister Helge Viehweg: „Es gibt keine Baumaßnahme, die ohne Komplikationen verläuft. Weder das Wetter noch die Bedingungen unter der Straßendecke liegen in der Hand der Baufirma.“ Anschließend moderierte er die Fragerunde der rund 100 Bürgerinnen und Bürger. Einige Teilnehmende bemängelten die geplante Umleitungsstrecke – sowohl für private Pkw‑Fahrer als auch für den Busverkehr. Herr Kreutz erklärte, dass für eine offizielle Umleitung bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssen und die Straßen dafür geeignete Gegebenheiten aufweisen müssen. Aus Sicht der Berufsgenossenschaft sei es zudem häufig nicht mehr möglich, Straßensanierungen halbseitig durchzuführen, da die Abstände zu den immer größer werdenden Baumaschinen zwingend eingehalten werden müssen. Viele Bauverzögerungen und stockender Verkehr entstünden gerade durch solche halbseitigen Maßnahmen. Die Heidäckerstraße wird im dritten Bauabschnitt außerdem in zwei kleinere Abschnitte unterteilt, damit sich der Aufwand für die Bewohnerinnen und Bewohner so gering wie möglich gestaltet. Auf die Fragen zu einem möglichen Fahrradstreifen musste Herr Fahrer leider abwinken und das Anliegen intern an eine Kollegin weiterleiten. Hinter einem Radstreifen stecke deutlich mehr als „nur ein bisschen Farbe“, erklärte er. Ein solcher Streifen müsse beantragt, geplant und fachlich abgestimmt werden. Nachdem die allgemeinen Fragen beantwortet waren, blieb noch Zeit für individuelle Anliegen. Dieses Angebot nutzten die Anwesenden gerne.
Alle Pläne, werden auf unserer Homepage (www.straubenhard.de) veröffentlicht, ebenso wie die regelmäßigen Sachstandsberichte, die zusätzlich im Amtsblatt erscheinen.
Gemeinde Straubenhardt
