„Kunst der Verständigung“

Erfolgreiches Jugendprojekt in der Aschenhütte in Bad Herrenalb

Bad Herrenalb wurde in diesem Jahr zu einem lebendigen Lern- und Begegnungsort für Jugendliche aus der Region. Gemeinsam mit der lokalen Jugendgruppe Kaleidoskop aus Offenburg führte der Landesverband Baden-Württemberg der JTH Deutsche Jugend in Europa das Projekt „Kunst der Verständigung – kreative Wege zur Konfliktlösung“ durch. Ziel der sogenannten Multiplikator*innen-Schulung war es, engagierte Jugendliche zu befähigen, Methoden der gewaltfreien Kommunikation und Konfliktbearbeitung in ihre eigenen Gruppen weiterzutragen.
 

Über mehrere Wochenenden und Projekttage hinweg beschäftigten sich die Teilnehmenden in der Jugendbildungsstätte Aschenhütte intensiv mit kreativen Ausdrucksformen, die Empathie, Rollenverständnis und gemeinsame Verantwortung fördern. „Die Aschenhütte ist eine wichtige Adresse für unsere Gruppen“, betonte Hartmut Liebscher, der Landesvorsitzende der DJO – Deutsche Jugend in Europa.
 

Dabei standen ungewöhnliche, aber wirkungsvolle Formate auf dem Programm: Eine Silent-Aktion mit Kopfhörern bot den Jugendlichen die Möglichkeit, Audio-Geschichten zu Konfliktsituationen zu hören und anschließend gemeinsam zu reflektieren. Ergänzt wurde das Programm durch eine Silent Disco, bei der beliebte Musikstücke zunächst allein erlebt und anschließend im Austausch besprochen wurden.
 

Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts lag auf Rollenspielen. In diesen Szenarien setzten sich die Jugendlichen praxisnah damit auseinander, wie Missverständnisse entstehen, welche Emotionen damit verbunden sind und wie gemeinsam Lösungen gefunden werden können.
 

Die Stadtverwaltung Bad Herrenalb und das Kurhaus unterstützten das Projekt tatkräftig, indem sie Räumlichkeiten für Aktionen und Abschlussrunden zur Verfügung stellten. Ermöglicht wurde das Vorhaben durch eine Förderung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Der Jugendverband bedankt sich ausdrücklich für diese Unterstützung, die ein nachhaltiges und innovatives Projekt für die Region möglich machte. Integrationsreferentin Olga Gart, die jüngst in Offenburg die Heimatmedaille für ihre Integrationsarbeit erhielt, lobte die Stadt als perfekten Gastgeber: „Bad Herrenalb war der ideale Ort für dieses Projekt.“ Die Organisatorinnen sind sich einig: Die neu ausgebildeten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren werden mit ihren Erfahrungen künftig viele Jugendgruppen bereichern und damit langfristig zu einem friedlichen Miteinander beitragen.

Foto Zoller: Für Integrationsreferentin Olga Gart - Mitte mit gelbem Mantel - ist Bad Herrenalb der ideale Lernort für die Kunst der Verständigung. Hier im Bereich des Kurhauses von Bad Herrenalb mit den Jugendlichen und Silent-Aktion mit Kopfhörern
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