Von der Quelle bis zum Wasserhahn: Wassermeister Stefan Nofer begeistert Grundschüler

(SZ) Woher kommt eigentlich das Wasser, das zu Hause ganz selbstverständlich aus dem Hahn fließt? Pünktlich zum Weltwassertag am 22. März gingen 65 Drittklässler der Falkensteinschule dieser Frage auf den Grund. Bei einer spannenden Exkursion zur Rennbrunnenquelle und zum Hochbehälter Bottenberg verwandelte Wassermeister Stefan Nofer die trockene Theorie in lebendige Praxis.
 

Ein Jubiläum im Dienst der Umweltbildung
 

Für Stefan Nofer von den Stadtwerken Bad Herrenalb war dieser Tag ein besonderes Jubiläum. Seit er die Führungen im Jahr 2015 von seinem Vorgänger übernommen hat, ist die jährliche Wanderung mit den dritten Klassen ein fester Termin in seinem Kalender.

„In den nun elf Jahren habe ich rund 500 Kindern unsere Quellen und Hochbehälter gezeigt“, berichtet Nofer stolz. „Es ist jedes Mal toll zu sehen, mit welcher Begeisterung die Schülerinnen und Schüler bei der Sache sind.“

Mit dieser Aktion leisten die Stadtwerke seit über einem Jahrzehnt wichtige Umweltbildungsarbeit, um bereits die Jüngsten für den verantwortungsvollen Umgang mit unserer lebensnotwendigsten Ressource zu sensibilisieren.
 

Technik, die begeistert
 

Begleitet von Lehrkräften und Eltern erkundeten die Kinder in kleinen Gruppen die Quellfassung an der Rennbrunnenquelle. Stefan Nofer erklärte direkt vor Ort, wie das natürliche Wasser gewonnen und in das Versorgungsnetz eingespeist wird. Am Hochbehälter Bottenberg wurde es dann technisch: Anhand anschaulicher Schautafeln lernten die jungen Wasser-Experten, wie das Wasser gespeichert und aufbereitet wird, damit es jederzeit frisch in den Haushalten ankommt.
 

Nach einer wohlverdienten Vesperpause mit Butterbrezeln und Getränken führte die Route zurück zu den Stadtwerken in der Bahnhofstraße. Dort endete der erlebnisreiche Vormittag mit einer kleinen Überraschung und dem traditionellen Gruppenfoto vor dem Stadtwerke-Gebäude.
 

Weltweiter Fokus: „Wasser und Geschlecht“
 

Der von den Vereinten Nationen (UN) ins Leben gerufene Weltwassertag steht 2026 unter dem Motto „Wasser und Geschlecht“. Während es in Bad Herrenalb um die Wertschätzung der lokalen Trinkwasserqualität geht, macht die UN damit auf globale Ungleichheiten aufmerksam. In vielen Teilen der Welt verbringen Frauen und Mädchen täglich Stunden damit, Wasser zu holen – Zeit, die ihnen für Bildung oder Erwerbstätigkeit fehlt.
 

„Unser Ziel in Bad Herrenalb ist es, den Kindern zu zeigen, dass Trinkwasser ein kostbares Naturprodukt ist“, betont Nofer. Durch den Schutz lokaler Quellen und die Arbeit der Stadtwerke wird ein wichtiger Beitrag zum UN-Nachhaltigkeitsziel geleistet: sauberes Wasser und Sanitärversorgung für alle Menschen sicherzustellen.

Foto Stadtwerke Bad Herrenalb Stefan Nofer
zurück